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Themen des Mewaiki-Klausur-Tags

Freitag, den 12. August in der Laubener Oase. 

Nachdem Huyamwi in Tansania gerade eine Phase der Neuausrichtung durchläuft,  steht nach fast fünf Jahren MeWaiKi eine Neuausrichtung der Arbeit an.

Folgendes stand auf der Tagesordnung:

  • Gründung eines Mewaiki-Förder-Vereins für unsere Arbeit im Dekanat und darüber hinaus.
  • umfassende Information über die spannenden Entwicklungen bei der Neuausrichtung unserer Waisenarbeit in Tansania
  • Neuausrichtung der Öffentlichkeitsarbeit in Deutschland:

  a) Ziele formulieren, ein neuer Flyer, Roll-Ups, Aktionen und Ideen

  b) eine ganz neue Webseite entwerfen, dabei soll selbstverständlich der Wiedererkennungs-Effekt hoch sein.

 

Informationen zur Neuausrichtung der Waisenarbeit ab 2016

Inzwischen gibt es Mewaiki seit 5 Jahren. Enorm, was seither geleistet wurde! 

Soeben ist Eberhard Westhauser nach drei Monaten aus Tansania zurück. 

Als Landwirtschafts-Fachmann hat er die SIPs, die „kleinen Selbsthilfeprojekte“ untersucht: 

Schweine, Milchziegen, Hühner für Witwen und Waisen. Das Fazit: Die Projekte helfen wirklich! Am besten funktionieren die 

Ziegenprojekte. Günstig, einfach, effektiv. Ziegen kosten wenig, geben Milch und bringen ein Einkommen für die Witwen und Waisen

Auch außerhalb der Kilimandscharo-Diözese ist man hellhörig geworden. „Helft uns, das auch hier zu starten“ heißt es immer häufiger.

Ganz aktuell sind auch Pfr. Dr. Martin Burkhardt und Pfr. Stefan Scheuerl von einer Kurzreise nach Tansania im Juli/August 2016 zurückgekommen. Es gab dort viele wichtige Treffen.

Kurs Korrektur für Huyamwi in Tansania

Doch dafür war und ist in Tansania eine Kurs-Korrektur nötig: In manchen Kirchengemeinden war das Waisenprojekt bisher selbst eine Art 

„Waisenkind". Zwar gibt es überall hoch motivierte Ehrenamtliche, die sich ohne Ende für die Kinder und Witwen einsetzten, doch bei manchem Pfarrer, in Kirchenvorständen und vor allem im Budget der Kirchengemeinden kam die Arbeit nur unter ferner liefen.

„Darum kümmern sich doch unsere europäischen Freunde“ - wird mancher laut oder leise gedacht haben. Doch vielen schlägt das Gewissen, seit sie begreifen, dass die Kirche die Mutter der Waisen ist. 

So ändert sich einiges ganz grundlegend. 

Subsidiarität - keine Stufe überspringen

(Die Steigerung der Selbstbestimmung, Eigenverantwortung und die Entfaltung der Fähigkeiten der Einzelnen und der Gemeinden werden dabei anstrebt.)

Diakon Mori betont nun stärker als bisher den Gedanken der „Subsidiarität“

erste Ebene:

Die mit weitem Abstand größte Quelle an Hilfe für das Waisenkind ist und bleibt die „erweiterte Familie“ der Waisen und Witwen.

zweite Ebene:

Die Kirchengemeinde besucht nicht nur die Waisenkinder, sondern nimmt Kontakt mit diesen Familien auf. Sie berät, fordert und fördert, soweit die Familien überfordert sind.

dritte Ebene

Huyamwi berät, fordert und fördert die Kirchengemeinden am Kilimandscharo, damit diese den Dienst an den Witwen und Waisen tun.

Was ist der Unterschied zur bisherigen Arbeit?

Nun, bisher haben wir diese Zwischenstufen teilweise übersprungen. 

Doch wenn wir irgendwann wirklich alle Waisen und Witwen am Kilimandscharo erreichen wollen, geht das nur mit viel Eigenleistung.

Die tansanische Kirchengemeinde mag zwar manchmal arm sein, aber sie ist stark. Und die tansanische Groß- Familie ist sehr stark.

Das bedeutet, dass nun die tansanische Kirchengemeinde und die Familien stärker als bisher einbezogen und in die Pflicht genommen werden. Ziel ist grob gesagt ein 50/50 Verhältnis. Das heißt: Wir bringen 50 Prozent der Mittel auf und die Gemeinden die anderen 50 Prozent.

Kurs- Änderung für Mewaiki in Deutschland

Diese Änderung wirkt sich auch auf unsere Arbeit in Deutschland aus.

Anstelle der finanziellen Direkt-Hilfe von Huyamwi an das eine bestimmte Waisenkind, bei der die erste und zweite Ebene übersprungen wird, wollen wir nun die Kirchengemeinden unterstützen.  Sie ist ja die eigentliche „Mutter der Waisen“. Wir unterstützen sie dabei mit Beratung und Geld. 

Wir sind gewiss: Diese für manche ungemütliche Neuausrichtung wird den Effekt unserer Arbeit buchstäblich vervielfachen. Unser Dienst in Lehre, Beratung und finanzieller Unterstützung wird mit der wachsenden Ausdehnung in Zukunft noch wesentlich mehr als bisher gebraucht.

Damit wir bei dieser Neu-Ausrichtung alle an einem Strang ziehen, waren Dr. Martin Burkhardt und ich im Juli in Tansania.

Für uns bedeutet das, dass auch wir unsere Arbeit zum Teil neu justieren. So sollen beispielsweise an Stelle der Einzelpatenschaften nun Gruppenpatenschaften für die Sekundarschüler einer Kirchengemeinde treten. 

 

Ihr Pfarrer Stefan Scheuerl im Namen des Mewaiki-Teams.

Mewaikitag 2016 am 05.Mai 2016 (Christi Himmelfahrt)

 

Ein herzliches Dankeschön an die Ev. Kirchengemeinde Dickenreishausen/Volkratshofen. Sie lud zum heurigen Mewaikitag ein, der nun bereits zum 4.Mal stattfinden konnte. Die Grundschule Dickenreishausen und der angrenzende Schulgarten erwiesen sich als idealer Veranstaltungsort. Wegen des herrlichen Vorsommerwetters verzichteten die Verantwortlichen auf Zelte und feierten den Gottesdienst im Freien. Den Höhepunkt eines jeden Mewaiki-Tages bildet nun einmal jeweils der Festgottesdienst. Die bereit gestellten Bänke waren bereits am Vormittag restlos belegt, sehr zur Freude von Gemeindepfarrer Markus Müller und Pfarrer Dr. Martin Burkhardt vom Team MeWaiKi.

Gottesdienst Kopie 2500klEinen besonderen Akzent im Gottesdienst setzten die Kinder der Grundschule mit ihren Trommeln. Die weitere musikalische Begleitung durch den Gottesdienst übernahm der Posaunenchor aus Dickenreishausen unter der Leitung von Günther Rehm. Ein zusätzlicher besonderer musikalischer Beitrag kam vom Chor ehemaliger Reiseteilnehmern. Mit zwei Liedern in der tansanischen Landessprache „suaheli“ lockerten sie den Gottesdienst auf, musikalisch geführt von Susanne Pardey und und Petra Schmolinsky.

Ein wichtiger Bestandteil des Mewaiki-Tages sind immer aktuelle Berichte aus Afrika. Heuer war Neema aus Kenia dabei, die derzeit ein Praktikum beim Diakonischen Werk absolviert. Stefan Gutermann stellte sie vor.

Pfarrer Dr.Martin Burkhardt schildert wie alles begann mit der Waisenarbeit in Tansania. Bisher bestand die Hilfe meist aus Einzel-Schulpatenschaften. Ausführlich erläutert er, warum nun das Hilfsprogramm umgestellt wird. Dies habe mehrere Gründe, einmal weil mit dem bisherigen System nur relativ wenige Kinder versorgt werden und sehr viele nicht berücksichtigt werden können. Weiter kommt nun hinzu, dass der Staat Tansania ganz neu mehr in sein eigenes Schulsystem investiert. Das bedeutet nun, dass wir mit dem Geld einer bisherigen Schulpatenschaft künftig drei bis vier Kinder unterstützen können. Der wichtigste Grund ist jedoch, dass sich die einheimischen Kirchengemeinden wesentlich stärker als bisher an den Kosten für ihre Waisenkinder beteiligen. Dazu brauchen sie jedoch weiterhin unsere Unterstützung für Starthilfen, denn es gibt auch sehr arme Gemeinden, die das vorerst noch nicht alleine schultern können. Weiter müssen die Gemeindeverantwortlichen für diese Aufgabe (intensive Betreuung der Waisenkinder in ihrer Gemeinde) über Seminare geschult werden. Der Systemwechsel läuft darauf hinaus, dass die tansanischen Kirchengemeinden auf sehr lange Sicht hinaus nicht mehr auf ausländische Hilfe angewiesen sind. Dies sei auch der Wunsch der tansanischen Kirchenleitung. Genannt sei Bischof Dr.Frederic Shoo, der ja auch schon einmal in Memmingen war.

Petra Schmolinsky kehrte vor knapp zwei Wochen aus Tansania zurück. Im Rahmen eines Sabbatjahres weilte sie fast 7 Monate in diesem Land. Viel Zeit verbrachte sie in Mwika bei der Huyamwi Zentral, einmal um bürotechnische Schwierigkeiten abzubauen und die Mitarbeiter von Huyamwi bei dem Wechsel des Fördersystems zu begleiten. Sie meint, dieser Wechsel dürfe jetzt nicht überhastet vorgenommen werden. Ihr Eindruck sei, dies gehe manchen Mitarbeitern und Gemeindeleitungen momentan doch zu schnell.

Marianne Westhauser begleitete ihren Mann Eberhard nach Tansania. Sie lebte einen Monat dort und berichtet dass der Neustart Systemwechsel mit den ersten 10 Kirchengemeinden bereits erfreulicherweise gut funktioniere.

Dekan Christoph Schieder führte in seiner Predigt aus, wie das Fest Christi Himmelfahrt deutlich mache, dass Gott und Mensch, Himmel und Erde zusammengehören. Ausdrücklich stellte er sich hinter das Projekt Mewaiki. Den Menschen dort, ob Waisen und Witwen werde eine, wenn auch bescheidene, Existenz ermöglicht. Dies bewirke dass sie gerne in ihrer Heimat bleiben.         

Besonders gesegnet wurden Georg Rehklau, der im Oktober wieder seinen gesamten Jahresurlaub in Tansania verbringt um mitzuhelfen Aktionen Kopie 2500klmenschenwürdige Behausungen zu schaffen und dortige Handwerker und Hilfskräfte anzulernen.  Weiter fliegen Rebecca Riese und Anna-Luise Pohl ab August als neue Volontärinnen in die Kilimandscharo-Region. Pfarrer Burkhardt machte deutlich: „Ihr fliegt nicht als normale Touristen, sondern im Namen und im Auftrag unseres Dekanates und der Gemeinden aus denen ihr kommt, ihr seid im Auftrag unseres Herrn unterwegs und besucht wie die Apostel damals christliche Gemeinden auf dem afrikanischen Kontinent".

Grußworte sprachen die Schirmherren des Mewaiki-Tages, der Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger und der Bundestagsabgeordnete Stefan Stracke.

Im Rahmen des Gottesdienstes wurde Theo Ramminger aus dem Mewaiki-Team verabschiedet. Ihm gehört ein ganz großer Dank. Er betreute von Anfang an die Patenschaften und brachte wohl bisher mehr Zeit als alle anderen Teammitglieder für Mewaiki ein.

Ein buntes Treiben mit zahlreichen Aktionen erwartete die Besucher nach dem Gottesdienst rund um das Schulhaus, im Schulgarten und in den Klassenräumen. .

Susanne und Uwe Pardey zeigten mehrmals den Mewaiki-Film, der vor zwei Jahren am Originalschauplatz gedreht wurde. Sie stellten sich nach jeder Vorführung den vielen Fragen der Zuseher.

Filmvorführung 4. MeWaiKi Tag 2016 Kopie2500klPfarrer Scheuerl und Gerlinde Schöps erzählten wiederkehrend tansanische Märchen. Die Geschichten aus einer ganz anderen Welt faszinierten wiederum viele Kinder.

Dicht umlagert waren auch wieder zwei Modelle einfacher tansanischer Häuser. Zimmermannsmeister Georg Rehklau fertigte alle benötigten Teil für die Modelle in mühevoller und monatelanger Arbeit selber an. Unermüdlich beantwortete er alle Fragen der Jugendlichen und Erwachsenen. Fragen zum Grundriss der Häuser, zur Ausstattung, und zur Finanzierung und vor allem, warum er, Georg Rehklau, in den letzten Jahren seinen kompletten Jahresurlaub in Tansania verbrachte, um dort mitzuhelfen und Häuser für Witwen und Waisen zu errichten oder zu reparieren. Natürlich darf man das Wort „Haus“ dort nicht mit unseren Vorstellungen vergleichen. Es handelt sich jeweils um sehr kleine und teilweise recht notdürftige Behausungen. Aber auch wenn es nur ein einfaches Dach über dem Kopf ist, für die einheimische Bevölkerung ist ein eigenes „Zuhause“ wichtig.

Ganz neu für Kinder entwickelte und baute Georg Rehklau ein Dominospiel. Den Grundriß dazu bildet ein „grünes Herz“.

In einem Schulsaal konnten Kinder Badekugeln selber basteln. Sie eigneten sich sehr gut für den nahenden Muttertag.

Das Projekt Mewaiki präsentierte sich an Schautafeln. Viele Mitglieder des Mewaiki-Teams, darunter Petra Schmolinsky, Pfarer Burkhardt, Pfarrer Scheuerl sowie die ehemalige Volontärin Rebekka Scheuerl , Katharina Funk, Bettina Knappe, die neuen Volontärinnen und auch Teilnehmer früherer Begegnungsreisen standen für alle wichtigen Informationen Rede und Antwort.

Hannah Göser und Laura Wenger übernahmen die tansanische Kinderspiele im Schulgarten. Dazu verwendeten sie Spielbälle, welche die Kinder in den Tagen vorher aus Abfallprodukten selbst herstellten. Eine neue Erfahrung für die Kinder, wie man mit einfachen Mitteln auch viel Spaß haben und fröhlich sein kann. Auch eine Torwand stand zur Verfügung.

Alle finanziellen Transaktionen von Mewaiki laufen über „Mission eine Welt“ von der Bayerischen Landeskirche und werden von dort auch akribisch überwacht. Pfarrer Manfred Kurth aus Neuendettelsau ist für die Abteilung Tansania verantwortlich. Auch er wollte den heurigen Mewaiki-Tag persönlich miterleben. Am Informationsstand von „Mission eine Welt“ beantwortete er den ganzen Tag lang viele Fragen.

Unermüdlich unterwegs waren auch die beiden Leiter des Projektes Mewaiki, Pfarrer Dr. Martin Burkhardt und Pfarrer Stefan Scheuerl. Sie nutzten die Zwischenpausen an diesem Tag um Kontakte zu pflegen und die Veränderungen am Projekt Huyamwi zu erklären.  

Die Kirchengemeinde Dickenreishausen sorgte für das leibliche Wohl mit einheimischen Gerichten und einem tansanischen Reisgericht „ugali“. Liesel Kächele und ihr Team buken wieder eine weitere tansanische Spezialität, die „Mandazi/Küchle“. Der CVJM Dickenreishausen präsentierte ein umfangreiches Kuchenbuffet mit Kaffee.

Die Ev. Kirchengemeinde Ottobeuren (Mewaiki-Tag Veranstalter im Vorjahr) stiftete einen Wanderpokal, in der Form eines Herzens. Ihn erhält jedes Jahr die nächste Gemeinde, die den Mewaiki-Tag im Folgejahr ausrichtet. Gemeindepfarrer Markus Müller überreichte ihn an Pfarrer Stefan Scheuerl und Marianne Westhauser, Vertrauensfrau des Laubener Kirchenvorstandes. Herzliche Einladung jetzt schon zum nächsten Mewaikitag im Jahr 2017 in Lauben.

(kwa heri – tutaonana mara nyingine = auf Wiedersehen, bis nächstes Jahr)    

Zum 4. MeWaiKi-Tag in Dickenreishausen bei Memmingen am 5.5.2016

Asante sana

MeWaiKi sagt danke:

 

unserem Herrn im Himmel für den gesegneten Mewaikitag und den Sonnenschein über den ganzen Tag.

  • der Ev. Kirchengemeinde Dickenreishausen/Volkratshofen mit ihrem Gemeindepfarrer Markus Müller und Kirchenvorsteher Gerhard Bachmayer
  • Eberhard Westhauser für seine Vorplanungen und Gespräche, die er noch vor seinem Abflug getätigt hat  
  • dem Rektor der Grundschule Herrn Hermann Eggner, weil er uns für diesen Tag die Schulräume und den Schulgarten überlassen hat;   
  • dem Posaunenchor Dickenreishausen unter Leitung von Günther Rehm; 
  • Marianne Westhauser für ihren Erfahrungsbericht aus Tansania und ihre tatkräftige Mithilfe um die Kinderspiele zu organisieren;
  • Petra Schmolinsky, für das dreitägige Schulprojekt in der Grundschule und für die Zeit, die sie im Rahmen ihres Sabbatjahres einbrachte, um die Mitarbeiter von HuYaMwi vor Ort zu begleiten
  • allen ehemaligen Reiseteilnehmern die gekommen sind und die beiden Lieder mitgesungen haben , sowie Petra und Susanne die uns musikalisch begleitet haben;
  • den Kindern der Grundschule Dickenreishausen mit ihren Trommeln
  • Herrn Dekan Schieder für die Festpredigt
  • allen weiteren, die den Gottesdienst mitgestalteten;
  • dem Schirmherrn MdB Stephan Stracke für seine überzeugenden Worte und auch OB Dr.Ivo Holzinger;
  • All denen, die uns an diesem Tag mit Speisen und Getränke sowie Kaffee und Kuchen Essen und Trinken versorgten, für die „mandazi/Küchle“ Köchinnen
  • Pfarrer Manfred Kurth, weil er gekommen ist und unser Projekt bei „Mission eine Welt“tatkräftig befürwortet;
  • Susanne und Uwe Pardey für die Vorführung des Mewaiki-Filmes;
  • der Märchenerzählerin Gerlinde Schöps
  • Georg Rehklau für seine Modell-Häuser und sein geniales Dominospiel, sowie Pauline Vogt die Georg an seinem Stand unterstützte
  • den ehemaligen Volontärinnen Rebekka Scheuerl, Katharina Funk und Bettina Knappe
  • allen Mitgliedern des Mewaikteams für ihren Einsatz an diesem Tag
  • den ehemaligen Teilnehmern der Begegnungsreisen, dass sie gekommen sind und bereit waren, viele Fragen zu beantworten
  • Hannah Göser und Laura Wenger, weil sie bereit waren, für die Kinderspiele da zu sein;
  • dem CVJM Dickenreishausen, daß er uns die Torwand überlasen hat
  • Allen, die den heurigen Mewaiki-Tag besuchten
  • für die reichlichen Gaben zugunsten der Aids-Waisenkinder in Nord-Tansania
  • an Elke Häring für die Mithilfe beim Aufbau am Vorabend und den Verkauf am Mewaiki-shop
  • den Projektleitern Dr. Martin Burkhardt und Stefan Scheuerl, wie sie sich weiterhin   unerschütterlich und mit voller Energie für die Waisenkinder in Tansania einsetzen

Hans-Willi Häring

(dem auch ein besonderer Dank für seinen vielfältigen Einsatz rund um den MeWaiKi-Tag gilt- Anmerkung der Redaktion)

Im Namen der Waisenkinder am Kilimandscharo

im Namen von Pfr Burkhardt, Pfr. Scheuerl und des ganzen Mewaiki Teams.



Reisebericht von Pfarrrer Dr. Martin Burkhardt "Seminare über Pfarrer in der Waisenarbeit" Tansania Dezember 2015

StefanMartinDSC00677a2klWarum fährt ein Gemeindepfarrer im Advent nach Tansania? Ist das nicht die Zeit im Kirchenjahr, wo ein Pfarrer für die eigene Gemeinde da zu sein hat? Diese und weitere Frage werden sich viele Gemeindeglieder gestellt haben, als meine Reise nach Tansania bekannt wurde. Aber: kann man sich der Einladung zweier tansanischer Bischöfe entziehen und der Bitte vor ihren Pfarrern zu sprechen?

Martin Bischof Dr. Shoo DSC00698Deshalb haben Pfr. Stefan Scheuerl aus Lauben und ich an der jährlich im Advent stattfindenden Zusammenkunft aller Pfarrer der größten Diözese der Lutherischen Kirche Tansanias, der Nord Zentral Diözese mit Sitz in Arusha teilgenommen. Auch der Bischof der Nord Diözese Dr. Shoo –viele kennen ihn – bat uns an einem Pfarrerseminar seiner Diözese dabei zu sein.

An beiden Veranstaltungen waren gut 150 Pfarrer/innen samt den Bischöfen anwesend.  Aus zwei weiteren Diözesen (Morogoro und der Süddiözese) kamen weitere Teilnehmer hinzu.

Pfarrerseminarteilnehmer DSC00707

Das dringende Anliegen der Pfarrer war die Waisenarbeit in ihrer Kirchengemeinde

Im Seminarraum DSC00724 klDas Waisenprojekt HuYamwi, das im Jahr 2002 von mir und dem damaligen Leiter der Bibelschule Mwika, Dr. Shoo mit anfangs nur vier Gemeinden begonnen wurde, findet bei der tansanischen Kirche immer größeres Interesse. Immer mehr Pfarrer wollen Informationen und fragen intensiv nach ihrer Aufgabe in dieser wichtigen diakonischen Arbeit. Es ist ja so, dass außerhalb der Kirchengemeinden sich kaum jemand um die Ärmsten der Armen, das sind die Witwen und Waisen, kümmert.

Stefan Vortrag P1090119aSo war diese Gelegenheit geradezu ein Geschenk, das Stefan Scheuerl und ich gerne nutzten, um unserem Projekt und der diakonischen Arbeit in Tansania eine tiefere geistliche Ausrichtung zu geben. Wenn sich unser Projekt ausweiten soll , dann ist das nur möglich, wenn die beteiligten Kirchengemeinden ihre finanzielle, organisatorische und geistliche Verantwortung stärker wahrnehmen als bisher. Es geht darum, dass unsere tansanischen Partner sich nicht nur begnügen, Gelder aus Deutschland zu verteilen, sondern die Sorge für die Waisenkinder als ihre zentrale Aufgabe erkennen. Ganz entsprechend dem Gleichnis von den „fünf Broten und zwei Fischen“ müssen die Verantwortlichen innerhalb ihrer eigenen Gemeinde nach Lösungen suchen, die es ihnen ermöglicht, diese gewaltige diakonische Aufgabe zu bewältigen. Stefan Scheuerl legte dies an Hand der Speisung der 5000 nach Johannes 6 aus. Es war unmöglich, für diese gewaltige Menschenmenge - fünftausend Männer plus Frauen und Kinder- Brot von außen zu kaufen. „Zweihundert Silbergroschen“ ( Joh 6,7) sind dafür nicht genug. Diese 200 Silbergroschen waren Spendergeld, das von reichen Frauen stammte, die Jesus und seine Bewegung unterstützten (Lukas 8,1-3).

Genauso ist es unmöglich, alle 3 Mio Waisenkinder in Tansania mit ausländischem Geld zu versorgen. Eine flächendeckende Versorgung ist nur dann möglich, wenn jede tansanische Kirchengemeinde sich dieser Herkulesaufgabe stellt ihre eigenen gewaltigen Ressourcen erkennt und mobilisiert und für sich nach den „fünf Broten und zwei Fischen“ sucht.

beim Vortrag DSC00676Dabei geht es längst nicht nur um die Mobilisierung der Spendenbereitschaft tansanischer Christen. Ein Großteil der Hilfe, die Waisen und Witwen brauchen, ist nicht finanzieller Art. Es geht um Zuwendung, praktische Hilfe etwa bei Haus-Reparaturen, Rat, Beistand bei Streitigkeiten, Einlagung zum Mitleben und vieles andere mehr.

Dann kann es zu der Vervielfachung kommen, bei der am Schluss, wie im Evangelium berichtet, alle satt werden und sogar noch einiges übrig bleibt.

Es geht darum eine neue Sicht für die christliche Gemeinde vor Ort zu gewinnen: Sie ist nach Bill Hybels „die Lösung für viele Probleme der Welt“. Wenn die Gemeinde als Braut Christi, den Leib Christi hier auf Erden repräsentiert (Epheser 5), dann wohnt in ihr die Fülle und Liebe Gottes mit unbegrenzten Möglichkeiten. Deshalb lautete das Thema unseres Seminars: „ Gott ist der Vater der Waisen (Ps. 68,1) und die Kirche ihre Mutter“.

Der Film 2015 zum MeWaiKi-Projekt

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Im August 2014 machen sich 4 Studenten auf den Weg nach Tansania um das Waisenprojekt näher kennen zu lernen. Am Kilimandscharo und in der heißen Massai-Steppe begegnen sie fröhlichen Kindern und ergreifenden Schicksalen. Dabei ist diese berührende Dokumentation entstanden, die uns mit auf die Reise nach Tansania nimmt. Dabei lernen wir das MeWaiKi-Projekt näher kennen, das in schwierigen Situationen Hoffnung macht! MeWaiKi steht für einfache und effektive Hilfe zur Selbsthilfe.

Der Film hat eine Länge von 28 Minuten und ist gut geeignet für einen Einstieg in das MeWaiKi Projekt. Er ist Ideal zum Vorführen in Gemeindeveranstaltungen, Schulen etc. 

Ab sofort kann unser Film unter "Was läuft wo > MeWaiKi-Film" oder bei YouTube angeschaut und heruntergeladen werden. https://www.youtube.com/watch?v=oz1GP7FjPAY

HuYaMwi Outreachprogram 1 kleinHuYaMwi Outreachprogram

"Memmingen und das Unterallgäu helfen Waisenkindern am Kilimandscharo"- so der offizielle Name von MeWaiKi. Aber nicht nur in unmittelbarer Nähe des höchsten Berges Afrikas brauchen Waisenkinder Hilfe.

Deswegen hat sich das HuYaMwi-Team in Tansania nun aufgemacht, um auch neue Gemeinden, die weit entfernt liegen, aufzusuchen und in das Projekt aufzunehmen. An zwei Tagen besuchte das Team bestehend aus Diakon Samuel Mori, Diakon z.A. Elizeri Kimath, Evangelist Godbless Shao, Sekretärin Ester Kimaro und den beiden Volontärinnen Bettina Knappe und Katharina Funk sechs neue Gemeinden in der Gegend um Arusha (ca. 125km von Mwika entfernt).

Viele Familien leben hier in einem komplett anderen Umfeld als an den grünen Hängen des Kilimandscharos. In der kargen Steppenlandschaft haben die meisten ein kleines Feld, nur wenige Tiere und viele Kinder können nicht zur Schule gehen, weil diese sehr weit weg ist oder die Schulgebühren nicht bezahlt werden können.
  
                                                                                                                    
 HuYaMwi Outreachprogram 2 kleinBei den Besuchen ging es darum, den Mitgliedern des Waisen-Komitees jeder Kirchengemeinde zu zeigen, wie man eine Familie mit Waisenkindern besucht und die notwendigen Informationen über die Kinder bekommt.
 
Die sechs neuen Gemeinden, die nun besucht wurden, fungieren in ihrer Diözese außerdem als Pilotprojekt. Evtl. werden sich so im Laufe der Zeit immer mehr Gemeinden um ihre Waisenkinder kümmern!
 
Katharina Funk

Ein neues Haus für Mama Emma und ihre drei Kinder

in der Kirchengemeinde Kiboroloni, am Rande von Moshi – Matunda ya HuYamWi

Mama Emma war überglücklich und vergoss viele Freudentränen bei der Einweihung ihres neuen Hauses durch Dr. Maanga. Vor zwei Monaten war auf dem Grundstück noch gar nichts. Das alte Haus musste abgerissen werden, weil es unbewohnbar geworden war. Heute steht dort ein schmuckes Häuschen.

Samuel Mori meint dazu: "Wenn wir Hausbauprojekte durchführen, dann achten wir auf Qualität, es soll nicht heißen dass geschlampt wurde, weil es ja nur eine Witwe ist, die froh sein soll überhaupt etwas zu haben, nein, Huyamwi muss in allen Bereichen vorbildlich sein!"

Nach der offiziellen Einweihung gab es für die Gäste, Freunde, Nachbarn und viele Kindern ein vorzügliches Pilau mit viel "Diamanten" und Sodas.

14.12.04 Hauseinweihung Mama Emma

(v. r.): Dr. Maanga, Fieldworkerin Mama Moshi, die neue Hausbesitzerin Mama Emma und eines ihrer drei Kinder

Wie es weitergehen kann – eine persönliche Erfolgsstory

Immer wieder kommen Anfragen, wie die Geschichte mit unseren Patenkindern weitergeht. Wir können den Kindern mit der Schulbildung und damit, dass es Menschen gibt, die sich um das Schicksal der Waisenkinder kümmern eine neue Lebensperspektive geben und Chancen auf eine Zukunft, die es für sie so nie gegeben hätte.

Nicht immer wird das zu einem objektiv messbaren Erfolg führen.  Wenn man die Kinder bei den Waisentreffen fröhlich spielen sieht, wenn neben dem Bett in der Lehmhütte Schulhefte liegen, und wenn man in die hoffnungsvollen Gesichter von Schulkindern blickt, weiß man, dass hier die Samen für ein Morgen gesät werden.

 Umso schöner ist es, wenn wir von einer ganz persönlichen Erfolgsstory eines Patenkindes berichten können:

Hier einige Zeilen aus dem selbst verfassten Lebenslauf: May name is Reuben Sadick M. … 

P1080245bklMein Name ist Reuben Sadick M. und ich bin das jüngste Kind in unserer Familie.

Ich habe lange Zeit nur mit meiner Mutter zusammen gelebt, weil mein Vater 1995 starb, als ich gerade 5 Jahre alt war.

Meine Mutter arbeitete als Bäuerin und so konnte sie mir die Primär-Schulbildung bis zur 7. Klasse im Jahre 2004 finanzieren.

Für die Sekundarschule, auf die ich gehen wollte, fehlte das Geld, sodass ich ein Jahr zu Hause blieb.

Reis als Nahrungsmittel Reis als Nahrungsmittel und Lebensgrundlage

Beim Besuch der Kirchengemeinde Msaranga (bei Moshi), zusammen mit dem engagierten Fieldworker Anaseli Temba, trafen wir diesen jungen Vater mit seinen Zwillingstöchtern. Außer diesen beiden hat er noch weitere drei Kinder. Seine Frau starb aufgrund einer sehr schweren Krankheit Anfang des Jahres. Er muss jetzt Vater und Mutter zugleich sein. Und das ist er auch, denn als eine Tante ihm ein Kind abnehmen wollte, begann es sofort zu schreien. So sehr hängen die Kinder an dem Vater.

In dieser äußerst schwierigen Situation kam das HuYaMwi-Projekt gerade rechtzeitig. Der Vater bekam die nötigen Betriebsmittel, um einen Acer Reis zu bestellen. Reis wird ganz in der Nähe sehr intensiv und im großen Stil angebaut. Wenn er es richtig macht, kann er mit einem Gewinn bei zwei Ernten pro Jahr von rund 2 Mio Tsh. (= 1.000 €) rechnen. Er wird hoffentlich bald auf eigenen Füßen stehen.

Katharina Funk & Eberhard Westhauser

Goodbless ShaoGodbless Shao, der neue Mitarbeiter bei HuYaMwi

Godbless Shao, vom HuYaMwi Team gerne auch mal „Askofu" (Bischof) genannt - sein Nachname lautet wie der vom derzeitigen Bischof der Nord-Diözese - ist seit dem 5. November Mitarbeiter im Huyamwi Team.

Er lebt mit seiner Familie auf seiner kleinen Farm rund 8 km von Mwika entfernt. Täglich nimmt er einen Fußmarsch von (einfach) einer Stunde auf sich, um ins Büro zu kommen. Er ist ein überaus freundlicher und zuvorkommender Mann. Vor kurzem war ich mit ihm auf einem Gemeindebesuch. Dort trafen wir einen Vater, der allein für seine zwei Kinder verantwortlich ist. Die Mutter starb vor zwölf Jahren.

Es war eine schwierige Begegnung, denn der Vater war leicht angetrunken.Godbless scheute sich nicht, den Mann auf seine Trunkenheit direkt anzusprechen und ihm klar zu machen, dass er für seine Kinder und deren Zukunft verantwortlich ist. Aber er tat es in einer sehr ruhigen, freundlichen, zuvorkommenden aber verbindlichen Art und Weise, bei der der Vater vor seinen Kindern trotzdem sein Gesicht wahren konnte und gleichzeitig wusste, dass es so nicht weiter gehen kann.

Letzten Samstag war ich mit Godbless auch beim Waisenkindertreffen in der Gemeinde Kiruweni. 

 
Bei den Waisentreffen stehen zwei Dinge im Vordergrund: Zum einen Spiel und Freude – vielleicht eines der wenigen Male im Monat, wo die Waisenkinder ein Stück weit ihre Realität hinter sich lassen können. Des Weiteren geht es um eine kindgerechte Vermittlung des Wortes Gottes.

Unsere Volontäre in Tansania

3.Rundbrief Sarah Scheller

3. Rundbrief Ann Christin Liebers

Weitere Rundbriefe finden Sie unter "Für Sie bereit gestellt/Downloads ..." 

   
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